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Mein Leben mit der Maske
#1
09.05.2020, 22:39
Mimic Offline
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Mein Leben mit der Maske
Mein Leben mit der Maske

[Image: PszUBG7.jpg]
Jeder von uns hat eine Maske, viele von uns haben auch zwei oder mehr. Bei mir habe ich mittlerweile den Überblick verloren, welche und wie viele Masken ich habe.

Die Maske ich ich am meisten benutze ist die, die ich auf habe, wenn ich mit vielen anderen Menschen unterwegs bin und ich mich einfügen muss. Ich lache und mache dann Witze wie es von mir erwartet wird, aber unter der Maske, würde ich am liebsten nicht solche Witze machen und nicht wegen solcher Sachen lachen.
Die Maske kann einen zerreisen. Wenn man sie zu oft trägt, wird man dann zu der Person mit der Maske? Ganz nach dem Motto fake it till you make it?
Oder ist man nur äußerlich zu der Maske geworden und es zerreist einen innerlich, nicht der sein zu können der man ist?

Habt ihr auch so eine Maske?

Ich trage jeden Tag mindestens eine...
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#2
09.05.2020, 23:39
Dakota Offline
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RE: Mein Leben mit der Maske
Jeder von uns hat solche Masken, und mehr als eine. Menschen sind gesellschaftliche Wesen, sie müssen sich in die Gruppen einfügen, zu denen sie gehören.
Ich habe eine Maske für die Arbeit, die sieht souverän und kompetent aus, eine für die Familie, die ist mitfühlend und verständnisvoll... 

Aber allmählich habe ich die Nase voll davon, mich hinter diesen Masken zu verstecken und immer die Erwartungen der anderen zu erfüllen, weil ich sonst am Ende vergesse, wie ich wirklich bin.

Erstaunlicherweise bringt mich grade das Tragen der "echten" Masken dazu, die imaginären Masken nach und nach fallen zu lassen und mein wahres Ich rauszulassen. Ob es allen gefällt weiss ich nicht, aber mir tut es gut, unter der Maske einfach ich zu sein.

Sorry for what i said when i was akumatized...
(This post was last modified: 09.05.2020, 23:40 by Dakota.)
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#3
10.05.2020, 00:16
Mimic Offline
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RE: Mein Leben mit der Maske
Ich hoffe ich schaffe es auch bald wenigstens eine Maske ab zu legen und nicht immer mehr drauf zu packen.

Ich schaffe lieber Illusionen von mir für andere, dass sie mich mögen, anstatt ich selbst zu sein und Angst zu haben dass sie mein Ich nicht mögen
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#4
10.05.2020, 01:04
Aurora Offline
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RE: Mein Leben mit der Maske
Ich hab irgendwann aufgehört, ne Maske zu tragen. Wurd mir auf Dauer zu anstrengend und ich wurd nur unglücklich...

Entweder man mag mich, wie ich bin, oder man hat Pech. Ich verbieg mich für nichts und niemanden mehr.

Mein seelisches Gleichgewicht wird so schon zur Genüge aus'm Gleichgewicht gebracht, da muss ich nicht noch selber dran rumpfuschen ^^"
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#5
10.05.2020, 18:18
Herrmann Segerman Offline
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RE: Mein Leben mit der Maske
Im Moment, ja. Ich weiß nicht wie oft ich in den letzen Tagen aus Floskelhaftigkeit auf die Frage "Geht es dir gut" mit ja geantwortet habe, obwohl es überhaupt nicht gut geht.

Aber man muss halt im Moment lächeln und winken.
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#6
11.05.2020, 16:01
Mimic Offline
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RE: Mein Leben mit der Maske
Mit einer Maske ist es für mich auch teilweise viel einfacher. So macht man vielen anderen einfach weniger Sorgen. Das macht es nur leider für einen selbst nicht einfacher :/

Momentan versuche ich zu lernen, wie man auch ohne Maske klar kommt. Es ist schwierig für mich jemanden zu vertrauen, deswegen spiele ich gerne mit Masken ^^''

Nach drei Jahren habe ich es geschafft, mich einem Menschen komplett anzuvertrauen, aber nicht, weil ich ihm vorher nicht vertraut habe, sondern weil ich ihn nicht mit meinem Mist belasten wollte, auch wenn ich es nicht gemacht hätte, ich mache mir einfach zu viele Sorgen ^^'

uuund ich mag es nicht anderen Sorgen zu bereiten.
Deswegen der Thread hier, vielleicht kann man hier einfach mal seine Maske ablassen und offen reden ^^
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#7
11.05.2020, 20:47
Dakota Offline
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RE: Mein Leben mit der Maske
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, magst du mit anderen Menschen nicht über deine Probleme reden, um sie nicht damit zu belasten und gibst dich daher fröhlicher und unbeschwerter als dir wirklich zu mute ist. Soweit halbwegs richtig?

Ich kann dir dazu höchstens sagen, wie ich das mache, ob es dir was hilft, musst du selbst entscheiden. Ich versuche so zu leben, das ich von den allermeisten Menschen in meiner Umgebung akzeptiert und als Mensch respektiert werde. Dazu braucht es keine große Maske. In dem Rahmen bleibt es aber alles recht unpersönlich. Dann habe ich einen Kreis von Leuten, die meine Kumpels sind, gute Bekannte oder Freunde im weiteren Sinn. Menschen, mit denen man Abends mal weggeht, eine Radtour macht oder die man zum Geburtstag einlädt. Da erzählt man sich schon mal von Sorgen oder Problemen, aber eher von unverfänglichen und man hilft sich, wenn es keine besonderen Umstände macht.

Und dann habe ich zwei, drei Leute, die meine richtigen, engen Freunde sind. Die kennen mich auch ohne jede Maske und wissen, wie ich wirklich bin. Denen kann ich mich komplett anvertrauen. Das sind Menschen, die kann ich Nachts um zwei anrufen, wenn es wirklich ganz übel kommt, und die setzen sich ins Auto und kommen und helfen. Umgekehrt natürlich auch.

Also, was ich sagen will, andere nicht mit eigenen Problemen behelligen und ihnen (im gewissen Rahmen) etwas vormachen ist ganz normal, aber jeder braucht Jemanden, dem er sich wirklich anvertrauen kann. Seine Sorgen in sich reinfressen und immer nur versuchen allein damit klarzukommen, macht dich auf Dauer kaputt.

Dich jemand anzuvertrauen ist ja schon mal ein guter Schritt und keine Angst, dass du ihm Sorgen bereitest. Wenn die Person dir so vertraut wie du ihr, machst du ihr keine Sorgen sondern eher im Gegenteil, sie wird sich über den Vertrauensbeweis freuen und versuchen, dir echt zu helfen.

Sorry for what i said when i was akumatized...
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#8
11.05.2020, 23:17
MoSte Offline
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RE: Mein Leben mit der Maske
Früher habe ich mich öfters gefragt, wie ausschweifend ich antworten soll, wenn ich mit „wie geht’s“ begrüßt werde. Bis jemand meinte, das sei bloß eine Begrüßungsfloskel und eigentlich erwarte niemand eine ausführlichere Antwort als „gut“. So habe ich das dann dabei belassen. Und wenn ich nicht gerade erkältet bin oder sonst irgendwie angeschlagen, nehme ich diese banale Antwort, auch wenn sie eigentlich ganz und gar nicht zutrifft.

Mimic, du hast großes Glück jemanden zu haben, dem du dich öffnen kannst und den Mut zu haben, das auch zu tun. Mir fällt es sehr schwer, über tiefsitzende Sorgen mit jemandem zu reden und ich habe bisher nur eine Person in meinem Leben getroffen, bei der ich das Gefühl hatte, mich ihr ganz anvertrauen zu können. Nur ist es dazu nie gekommen und inzwischen habe ich keinen Kontakt mehr zu ihr. Ich bin mir mehr als im Klaren, dass es gut für mich wäre, mich aussprechen zu können. Unabhängig davon, ob sich damit Dinge lösen lassen, die mich bedrücken oder nicht. Trotzdem schaffe ich es bisher nicht.
Ich hatte auch Bedenken, hier zu schreiben. Nur muss ich irgendwo einen Anfang machen.
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#9
15.05.2020, 20:50
Mimic Offline
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RE: Mein Leben mit der Maske
(11.05.2020, 20:47)Dakota Wrote: Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, magst du mit anderen Menschen nicht über deine Probleme reden, um sie nicht damit zu belasten und gibst dich daher fröhlicher und unbeschwerter als dir wirklich zu mute ist. Soweit halbwegs richtig?

Jap, genau das ist der Punkt Big Grin

Ich meine ich bin glaube ich, aber auch eine Frohnatur, ich bin sehr Blauäugig, also fällt mir das nicht so schwer ^^'

Ich will irgendwie versuchen für jeden so ein Freund zu werden, der auch nahts los fährt und einfach vorbei kommt. Komme ich aber selber mit zu vielen Problemen auf andere zu, weiß ich nicht, b sie mir dann ihre Probleme noch anvertrauen wollen, oder ob sie es lieber nicht machen wollen, weil ich selber mit so viel zu tun habe. Aber vielleicht denke ich ja auch nur so xD

(11.05.2020, 23:17)MoSte Wrote: Früher habe ich mich öfters gefragt, wie ausschweifend ich antworten soll, wenn ich mit „wie geht’s“ begrüßt werde. Bis jemand meinte, das sei bloß eine Begrüßungsfloskel und eigentlich erwarte niemand eine ausführlichere Antwort als „gut“. So habe ich das dann dabei belassen. Und wenn ich nicht gerade erkältet bin oder sonst irgendwie angeschlagen, nehme ich diese banale Antwort, auch wenn sie eigentlich ganz und gar nicht zutrifft.

Da ist tatsächlich das "Fast einzige" Was ich fast allen ehrlich sage, ich sage zwar nicht, dass es mir schlecht geht oder so ich antworte meisten "muss ja" oder "arbeitsfähig", nur wenn es mir wirklich gut geht, sage ich es auch.
Da es nur eine Floskel ist, reagieren die Leute immer nicht drauf, und damit rechne ich auch, ich will die Wahrheit sagen, aber nicht dass da einer groß drauf eingeht xD


Aber bitte schreib hier, das hier soll ein sicherer Ort sein, wo man über sowas reden kann.


Ich für meinen Teil, bin froh jetzt mit meinem Partner im reinen zu sein. das war so ein riesiger Schritt in Richtung vertrauen, dass wenn es irgendwann man vorbei sein sollte und wir schlecht auseinander gehen, ich ihn wohl umbringen muss xD
Kein anderer sollte das wissen, was ich ihn erzählt habe xD
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